Gift im  Wein ?


Wein ist ein Lebensmittel mit dem Gift Alkohol, gesundheitsschädlich bei Frauen ab 12 Gramm (ein Glas Wein), bei Männern ab 24 Gamm (zwei Gläser Wein).

Schwangere dürfen gar kein Alkohol trinken, nach neuen Erkenntnissen kann dieser das ungeborene Leben bereits in kleinsten Mengen schädigen.

Die weiteren Gifte, die im Wein gefunden werden, gehören nicht hinein, sie sind unberechenbar, z. T. krebsfördernd, nervengiftig und erbgutverändernd

Im Jahr 2016 wurden der französichen Gesundheitsbehörde Daten bekannt, die eine fünffach höhere Krebsrate bei Kindern aus bestimmten Weinorten im Bordeaux belegen.

Der Weinkäufer sollte seine Weine nicht aus dem Regal „Wein mit Gift hergestellt“ nehmen, diese sind nur geringfügig billiger.

Details >            weiter >>         << zurück 

 


Wein ist ein Lebensmittel mit dem Gift Alkohol, der bei Gärung der Weintrauben entsteht. Gesundheitsschädlich als Leber- und Nervengift ist Alkohol bei Frauen bereits ab 12 Gramm, bei Männern ab 24 Gramm reinen Alkohols (das entspricht 1 bzw. 2 Glas Wein täglich). Schwangere dürfen gar kein Alkohol trinken, nach neuen Erkenntnissen kann dieser das ungeborene Leben bereits in kleinsten Mengen schädigen.

Die Volksweisheit und der Inhalt mehrerer französischer Studien, die besagen, dass besonders Rotwein der Koronarsklerose (Verkalkung von Herzkranzgefäßen) und damit Herzinfarkten vorbeuge, hat sich in detaillierten neueren Studien nicht bestätigt.

Die weiteren Gifte, die im Wein gefunden werden, gehören nicht hinein. Sie sind unberechenbar, da zum Teil krebsfördernd, neurotoxisch (nervengiftig) oder mutagen (erbgutverändernd). Ohne diese Substanzen wären auch Unfälle durch einen direkten Kontakt mit ihnen auf dem Weinberg oder durch Abdriften des Spritznebels in die Nachbargrundstücke vermeidbar, wie es das Erlebnis von Herrn K. aus Hessen verdeutlicht: "Die Kinder spielten im Garten, plötzlich fing der Landwirt unmittelbar daneben auf dem Feld mit dem Spritzen an. Alle standen wir im Nebel. Mir schoss das Blut aus der Nase, Atemnot und Kopfschmerzen. Alle flüchteten wir ins offen stehende Haus. Auf Nachfrage sagte der Landwirt, dass er ,Pointer SX' und ,Ariane-C' versprüht hätte, das alles sei nicht schlimm" (PAN Germany, Leben im Giftnebel).

Im Jahr 2016 wurden der französischen Gesundheitsbehörde Daten bekannt, die eine fünffach erhöhte Krebsrate bei Kindern aus bestimmten Weinorten im Bordeaux belegen. Speziell wird dabei Preignag genannt. Die Schule des Ortes liegt unmittelbar an einem Rebfeld. (siehe "Krebs aus Weinbergen - Entwickelt sich ein Sturm?")

Der Einsatz dieser Gifte könnte spätestens beim Einkauf von Wein vermieden werden: doch die meisten Weinkonsumenten bedienen sich aus dem Regal "Wein mit Gift hergestellt". Warum greifen sie nicht nach dem Wein aus dem anderen Regal, der als "Wein ohne Gift hergestellt" deklariert ist? Die Preise für die Weine aus dem zweiten Regal sind - anders als zum Beispiel beim Kauf von Bio-Gemüse - nur geringfügig höher. In beiden Regalen finden sich ab etwa sechs Euro Literpreis gut mundende Weine und ab 12 Euro Literpreis exzellente Weine aus deutschsprachigen Weinanbaugebieten.

Wäre nun noch das Argument, dass auch bei Biowinzern schwarze Schafe mitmischen können und Gift im Wein verbleibt. Auch das stimmt und kann nie vollständig ausgeschlossen werden.

Daher empfehle ich, Wein bei fünf bis zehn verschiedenen Winzern einzukaufen. Noch sicherer ist es, sich Weine aus fünf verschiedenen Regionen auszuwählen, da Giftskandalen oft regionale Absprachen zu Grunde liegen.

Die Bezeichnung ökologischer und biologischer Wein darf nach EU-Verordnung nur verwendet werden, wenn der Hersteller keine chemisch-synthetischen Substanzen einsetzt. Sie entstehen zum Beispiel auch durch Abdrift aus benachbarten Feldern oder durch Lesegutlagerung auf kontaminierten Flächen.

Es gibt keine Grenzwerte für die einzelnen Gifte im Wein, nur Grenzwerte für Weintrauben und Grenzwerte für die Aufnahmemenge des Menschen (ADI-Wert nach WHO/Weltgesundheitsbehörde). Aber nach diesen Werten kann der Weintrinker bei täglichem Weinkonsum zu einer kumulierten jährlichen Aufnahme von über 10 Gramm je Pestizid kommen.

Die Meinung mancher konventionell arbeitenden Winzer stellt sich sehr konzentriert im Portal www.Keko-fair.de dar. Unter dem Stichwort Pestizide heißt es dort: "Trotz des vielfach intensiven Pestizid-Einsatzes sind im Wein und Sekt kaum Rückstände nachweisbar. Denn die Gärprozesse und Reinigungsschritte sorgen dafür, dass der Wein weitgehend unbelastet bleibt. Dass trotzdem immer wieder geringe Mengen gefunden werden, ist ein Indikator für die großen im Anbau verwendeten Mengen. Gesundheitlich bedenklich sind die Rückstände im Wein aber nicht. Zum einen sind die Rückstände, wenn vorhanden, sehr gering. Zum anderen wird Wein in der Regel nicht regelmäßig in größeren Mengen getrunken, so dass Sie nur wenige Rückstände aufnehmen."

In Gesprächen mit konventionell arbeitenden Winzern habe ich Elemente dieser Argumentationskette immer wieder gehört.

weiter >>                                                                                                                                << zurück


       
 


Bereits im Römischen Reich gab es Gift im Wein: Blei kam durch die Bleigefäße in den Wein und in den Traubensaft. Der 
amerikanische Medizinhistoriker Dr. S. Gilfillan glaubt, dass besonders die römische Oberschicht durch diese chronische Bleivergiftung kränkelte und es so zum Niedergang des römischen Reiches kam.

 

 

Details >          weiter >>           << zurück 


BEREITS VOR 2.000 JAHREN GIFT IM W
EIN

Bereits im Römischen Reich gab es Gift im Wein. Das Blei kam durch die Bleigefäße in den Wein und in den Traubensaft. Die römische Oberschicht trank aus Bleibechern, Trinkwasser entnahmen sie aus Bleirohren. Der amerikanische Medizinhistoriker Dr. S. Gilfillan glaubt, dass besonders die römische Oberschicht durch diese chronische Vergiftung kränkelte, und es so zum Niedergang kam. Die Römer wussten um die Bleivergiftungen der Arbeiter in den Bleiminen, ahnten aber nichts von der Akkumulation kleiner, täglich aufgenommener Bleimengen in ihren Körpern, was toxikologisch nachgewiesen ist. Symptome wie Blutarmut, Gewichtsabnahme und Wahnsinn
können bereits nach einer täglichen Aufnahme von 1mg Blei auftreten.

weiter >>                                                                                                                                << zurück

 
          


Brunnenvergifter wurden im Mittelalter 
hingerichtet.

Eine Karte des Schweizer Umweltamtes zeigt kritische Werte

von Pestizidrückständen in Gewässern an 70 Prozent der Messtellen.

 

Details >              weiter >>           << zurück 


 

BRUNNENVERGIFTER

Im Mittelalter wurden Brunnenvergifter hingerichtet, heute dagegen findet man Pestizide in großen Mengen im Wasser der Bäche und Flüsse, besonders wenn landwirtschaftliche Nutzflächen nahe an den Gewässern liegen. Eine Karte des Schweizer Umweltamtes zeigt kritische Werte an 70 Prozent der Messstellen. So wurden beispielsweise 89 verschiedene Pestizide aus dem Eschelisbach am Bodensee isoliert. (SRF-Beitrag 6.6.2017: "Winzer sprühen Gift - Die Behörden schauen weg.")

Außer über die Giftigkeit des Alkohols ist unser Wissen über die Folgen der weiteren, im Wein enthaltenen Giftreste dürftig. Es muss auch davon ausgegangen werden, dass viele Ergebnisse von Tierversuchen mit Pestiziden - die meist im Auftrag großer Chemieunternehmen erstellt werden - nur zum Teil veröffentlicht werden.
Deshalb versuchte Greenpeace in den letzten Jahren verstärkt mit Hilfe verschiedener Kampagnen aufzuklären und ein Problembewusstsein dafür zu schaffen. Umfangreiche und gut lesbare Informationen zu Gift in Lebensmitteln finden sich auf der Internetseite dieser unabhängigen Organisation.

Die Folgen von Pestizid-Rückständen im Trinkwasser sind nicht eindeutig abzusehen. Die Grenzwerte hierfür sind wohl meist eher willkürlich gewählt. Selbst bei einem heutigen Stopp des Pestizideinsatzes werden die Gewässer durch Bodenauswaschungen noch jahrelang davon belastet bleiben.

weiter >>                                                                                                                                << zurück

 
       


Die Industrie bietet den konventionell arbeitenden Winzern über 50 verschieden Substanzen für den Baukasten zur Weinproduktion an, auch gentechnisch verändert Enzyme.

 

Details >             weiter >>           << zurück 


Substanzen für den Baukasten der Winzer

Für den Winzer bietet die Industrie zur Weinherstellung über 50 verschiedene Substanzen im Baukasten an, dabei viele Enzyme, die auch unter Verwendung gentechnisch modifizierter Organismen hergestellt sein können. In Deutschland selbst sind keine gentechnisch veränderten Enzyme erlaubt.

Cellulase                 zur Extraktion von Aromen aus den Traubenschalen
Glucanasen            zur Klärung des Mosts
Pekzinasen             zur Klärung des Mosts
Hemicellulasen      zur Extraktion von Tanninen

  • Zur Aufsäuerung des Weins können die aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellten Produkte allergische Reaktionen hervorrufen: dazu gehören E300, E353, E330, E334.
  • Zur Konservierung nutzt man E296, E270.
  • Zur Schönung verwendet man Gummi arabicum und Zucker.
  • E1105, Lysozym, wird aus Hühnereiweiß hergestellt und kann ein Allergen sein. Es dient zum Herauszögern des biologischen Säureabbaus.
  • E1201, Polyvinylpolypyrrolidon, ist ein Kunstharz, das Weinfarbpigmente bindet und allergisierend wirkt.
  • E466, Carboxymethylcellulose, setzt man ein, damit kein Weinstein ausfällt.
  • E242, Dimethyldicarbonat, wird von Lanxess als Velcorin/Kaltentkeimungsmittel vertrieben. Auf den Kanistern findet sich der Totenkopf. Die Substanz löst sich aber nach kurzer Zeit im Wein in
    Kohlendioxid und Methanol auf.
  • Sorbinsäure nutzt man zur Konservierung.

Erfahrene Winzer können auf fast alle diese Angebotene verzichten. Wird der Wein auch noch ohne Pestizide hergestellt, ist er perfekt. Der Rest ist dann Geschmackssache.

weiter >>                                                                                                                                << zurück

 

 


In Deutschland sind etwa 600 Pestizide zugelassen. Auf der  europäischen Weinanbaufläche, die nur drei Prozent der Agrarfläche ausmacht,
werden 20 Prozent aller Pestizide versprüht. 20 kg Pestizide werden im

konventionellen Weinbau pro Hektar Rebfläche aufgebracht, umgerechnet einen Teelöffel pro Flasche Wein.
Auch im konventionellen Weinbau versucht man den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren. Noch findet man in 40 Prozent der konventionell angebauten Produkte Pestizidrückstände.

Details >            weiter >>           << zurück 

 


Pestizide im Wein

In Deutschland sind etwa 600 Pestizide zugelassen. Der Umsatz liegt bei zwei Milliarden Euro pro Jahr - mit steigender Tendenz in den letzten Jahren.

Der Weinbau in Europa ist eine Intensivlandwirtschaft mit besonders wertvollen Produkten. Laut PAN (European Pesticide Action Network) werden auf diesen Flächen, die nur 3 Prozent der europäischen Agrarfläche ausmachen, 20 Prozent aller Pestizide versprüht. 

Etwa 20 kg Pestizide werden im konventionellen Weinbau pro Hektar Rebfläche in einem Jahr aufgebracht. Das ist umgerechnet etwa ein Teelöffel pro hergestellte Flasche Wein.

Die Hersteller jener Weine, die mit Gift hergestellt werden, versichern, dass die beim Weinanbau und der Verarbeitung angewendeten Gifte nicht mehr im Endprodukt erscheinen, was häufig nicht stimmt, wie die weiter unten angeführten Tests zeigen. 

Das Werbeargument für pestizidfreie Weine und auch die Vermutung, dass in südeuropäischen, trockenen Regionen weniger Pestizide eingesetzt würden, entsprechen nicht der Realität. So wurden in eingelegten Weinblättern aus der Türkei 45 verschiedene Pestizide identifiziert, ein Teil davon ist in der EU verboten.

Inzwischen versucht man im konventionellem Weinanbau den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren. In Frankreich hat das Programm "ECOPYTO2" das Ziel, den Pestizidverbrauch bis 2025 um 50 Prozent zu reduzieren. In Deutschland heißt das Pendant dazu "Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmittelnv (NAP)". Noch findet man in etwa 40 Prozent der konventionell angebauten Landwirtschaftsprodukte Rückstände von Pestiziden. Synthetische Insektizide lassen sich häufiger im Billigweinanbau und im Spitzenweinbau ausmachen, z. B. in Cru Classes im Bourdeaux, wo die Weinbauern kein Risiko eingehen wollen. Zunehmend werden auch im deutschen konventionellen Weinbau ökologische Methoden übernommen, wie zum Beispiel die Pheromon-Verwirrmethode. 

Sehr genaue Angaben über Pestizide im Wein finden sich in der Veröffentlichung "Grenzwerte von Pestiziden im Wein 2016“ von Dr. Reinhard-Holger Casselmann.  Bei allen - im Portal seines RHC-Weinkontor e.K. - angebotenen Weinen legt er Wert auf eine umweltgerechte und nachhaltige Herstellung. Genaue Angaben zu Grenzwerten veröffentlichte er zudem noch in einem Gastartikel im „Online-Wein-Magazin“ mit dem Titel "Pestizide im Wein - Ein Dauerbrenner".

Im Biowein-Anbau verwenden die Winzer Kupfer und organischem Schwefel gegen Pilzbefall der Reben. Daher findet sich im Biowein bis zu 0,5 mg Kupfer pro Liter Wein. Der Tagesbedarf eines Menschen liegt bei 1 bis 3 mg.
In einer 2008 von PAN initiierten Untersuchung von 34 konventionell angebauten Weinen fanden sich in allen Weinen Rückstände von einem bis zehn verschiedenen Pestiziden. Von sechs getesteten Bioweinen wies ein Wein geringe Rückstände eines Pestizids auf.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart untersuchte 2010 21 deutsche Weine aus konventionellem Anbau. Bei 18 Weinen fand man Pestizid- Rückstände, die angeblich innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte lagen.
Für Wein gibt es aber keine Grenzwerte, sondern nur für Keltertrauben.

Pestizide werden eingesetzt als

  • Fungizide gegen Pilze
  • Akerizide gegen Milben
  • Herbizide gegen Pflanzen/Unkraut.

In der Stoffdatenbank der Europäischen Union fanden sich 2017 Grenzwerte zwischen 0,2 und 3,0 mg/kg für neun zugelassene Insektizide (Insektengifte), für acht Herbizide (Unkrautvernichter) zwischen 0,01 und 0,1 mg/kg und für 36 Fungizide (Anti-Pilzmittel) zwischen 0,15 und 15 mg/kg.

In einer 2016 von Greenpeace durchgeführten Untersuchung ("Pestizide im Schweizer Weinbau, Giftfrei Trinken") wurden 33 Wirkstoffe gefunden. Davon standen 23 auf der Greenpeace Blacklist, weil diese humantoxisch wirken oder das Ökosystem inakzeptabel stören. Vier Substanzen davon sind nicht einmal zugelassen: Acetamirprid, DDT, Antrachinon und p,p' DDE (Dichlordiphenyldichlorethen). In acht konventionellen Weinen fanden sich mindestens zwei verschiedene Wirkstoffe, in zwei untersuchten Bioweinen keiner.

Im Dezember 2011 untersuchte die Universität Leipzig menschlichen Urin auf Glyphosphat. Die gefundenen Werte schwankten zwischen 0,5 und 2 ng Glyphosphat pro ml Urin. Der Trinkwassergrenzwert liegt bei 0,1 ng/ml.

In den USA fand sich bei einem Test in 100 Prozent der getesteten Weine Glyphosphat. 2016 ließ Greenpeace Weine untersuchen: in 64 Prozent der Weinproben wurde Glyphosat nachgewiesen. Die WHO hat mehrfach den Verdacht auf die krebserzeugende Wirkung geäußert.

Die im konventionellen Weinbau verwendeten Substanzen, wie Pestizide, können bei Verbleib im Wein potentiell giftig sein. Besonders problematisch sind die in der EU für die Landwirtschaft bereits verbotenen Gifte, die sich aber in außereuropäischen Produkten finden lassen - also auch im Wein.

In Deutschland können in den Landesuntersuchungsämtern bis 600 verschiedene Gifte identifiziert werden. Einzelne Landesbehörden untersuchen bis auf 300 verschiedene Substanzen; aber auf welche, wird von ihnen nicht bekannt gegeben, damit potentielle Täter nicht ausweichen.

weiter >>                                                                                                                                << zurück

         


Im Wein wurden bislang eine Vielzahl Schädlingsbekämpfungsmittel gefunden.

 

Details >            weiter >>               << zurück 



Nachgewiesene PESTIZIDE IM WEIN 

weiter >>                                                                                                                                << zurück

          


Acetamiprid ist ein Insektizid gegen
Larven der Fruchtfliege und andere Schädlinge. Die Schädlinge werden
durch Anknabbern der Blätter durch die über die Pflanzenwurzel
aufgenommenen Blätter getötet. Das 2008 beobachtete Massensterben der Honigbienen wird auf diese Insektizidklasse zurückgeführt.

Im Tierversuch treten Gedächtnisstörungen auf, im menschlichen Körper wird ein nervlicher Dauerreiz mit Zittern und Bluthochdruck ausgelöst.
Eine japanische Studie hat 4.000 Patienten gefunden, die sich im Krankenhaus mit diesen Symptomen vorstellten. Zurückzuführen auf zu hohe Konzentrationen von dieser Gruppe der Neonicotinoide (Nikotinähnliche Pestizide) in Obst, Gemüse und Tees.
Die Substanz führt bei Ratten zu einer verminderten Immunabwehr.

Details >         weiter >>              << zurück 



Acetamiprid

Ein Insektizid gegen die Larven der Fruchtfliege und andere Schädlinge. Die Schädlinge werden nach Anknabbern der Blätter - durch über die Pflanzenwurzeln aufgenommenes Gift - getötet. Das 2008 beobachtete Massensterben der Honigbienen wird auf diese Insektizidklasse zurückgeführt. Der Einsatz soll entsprechend einer EU-Maßgabe auf nicht Bienen anziehende Pflanzen reguliert werden. Durch dieses Insektizid werden Gehirnprozesse gestört, die mit einer verminderten Wahrnehmung und Lernleistung sowie verminderter Orientierung im Raum einhergehen. Bienen können somit Flugspuren nicht mehr verfolgen.
Im Tierversuch zeigt sich, das Acetamiprid die Entwicklung des Nervensystems stören kann und infolge dessen Gedächtnisstörungen auftreten. Die gesetzliche Grenze von Acetamiprid in Lebensmitteln ist in der EU noch immer zu hoch. Die EFSA (European Food Safety Authority) hat 2014 die bisher nicht umgesetzte, erhebliche Verminderung der Grenzwerte in Lebensmitteln gefordert.Eine japanische Studie (Taira K 2014 "Human neonicotinoids exposure in Japan", Japanese Journal of Clinical Ecology 23(1) 14-24, PDF) hat bei 4000 Patientinnen festgestellt, die sich im Krankenhaus vorgestellt hatten, dass ihre Symptome wie Tremor (Zittern) auf zu hohe Rückstände von Neonicotinoiden (Nikotinähnliche Pestizide) in Obst, Gemüse und Tees zurückzuführen sind.Im menschlichen Körper wird durch dieses Pestizid ein nervlicher Dauerreiz hervorgerufen mit Schweißausbruch, Bluthochdruck und Blutbahnverengung. Es können Schäden an der Herzmuskelatur entstehen. Die Reduktion der zellulären Immunabwehr durch Acetamiprid wurde 2009 an Versuchen mit Ratten dargestellt
(Mondal, S. "Die Auswirkungen von Acetamiprid über Immunsystem bei weiblichen Wistar-Ratten", proc.Zool.Soc.62(2) 109-117. 2009). Neonicotinoide werden von Pflanzen z. B. in die Blätter und Früchte aufgenommen und sind nicht abwaschbar. Menschen können sie über die Haut aufgenehmen, z.B. beim Waschen von Salat.Die Substanz wird auch als flüssiges Spritzmittel mit dem Wirkverstärker PBO gegen Stallfliegen, Flöhe, Wanzen und Getreideschimmelkäfer zum Beispiel als „Xilin Power S" von der Schweizer Firma Stählerne vertrieben mit dem Vermerk: "Die Wirkung tritt sofort ein. Knock down Effekt. Menschen und Tiere fernhalten bis Sprühbelag getrocknet ist.“

weiter >>                                                   << Pestizide                                                        << zurück

   


Azoxystrobin ist ein Mittel gegen Pilze, welches in Zusammenhang mit Fischsterben gesehen wird. Bisher ist keine Gesundheitsgefährdung für Menschen bekannt.

 

 

Details >            weiter >>             << zurück 


Azoxystrobin
Ein in der EU zugelassenes Mittel gegen Pilze, das nicht bienengefährlich ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht im Zulassungsbericht aber eine mittlere Toxizität für Vögel und Säuger.

Eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Verbrauchers ist nicht zu erwarten.

In Zusammenhang mit dem Fischsterben wurde in den Kiemen verendeter Fische Azoxystrobin in erhöhter Konzentration gefunden.

weiter >>                                                       << Pestizide                                                            << zurück

         



Benthiavalicarb
Ein Fungizid (Pilzmittel), das gegen Mehltau eingesetzt wird. Es ist giftig für Fische und auch für Marienkäfer.

 weiter >>                                                 << Pestizide                                                                 << zurück



 
Boscalid ist ein Pilzschutzmittel und vor DDT das häufigste in Bodenproben nachgewiesene Pestizid. Es gibt Hinweise für krebsfördernde Wirkung beim Tier. Das Bundesamt für Verbraucherschutz gibt an: "Verdacht auf krebserzeugende Wirkung, kann möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen."


 

Details >               weiter >>          << zurück 




Boscalid

Das Fungizid (Pilzmittel) hemmt den Elektronentransport in der Mitochondrien-Membran. Es ist sehr langlebig und hat eine Halbwertszeit von über 3 Monaten. In einer von Greenpeace durchgeführten europaweiten Bodenprobenanalyse wurde veröffentlicht, dass in 38 Prozent aller Bodenproben Boscalid enthalten war, damit häufigstes, dort nachgewiesenes Pestizid vor DDT. 

Es gibt Hinweise für die cancerogene (krebsfördernde) Wirkung beim Tier. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gibt in seinem Zulassungsbericht für das Produkt Viverda mit den Wirkstoffen Epoxiconazol, Pyraclostrobin und Boscalid die Einstufung RX040 gemäß Paragraph 4 der Gefahrstoffverordnung an: "Verdacht auf krebserzeugende Wirkung " und für RX062: "Kann möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.“ und für RX063: "Kann das Kind im Mutterleib möglicherweise schädigen." Die Vernetzung mehrerer Produkte in einem kann die Toxizität drastisch erhöhen.

Der Grenzwert für den Einsatz von Boscalid liegt bei max. 5 mg/kg Wein - umgerechnet aus den verwendeten Trauben.   

weiter >>                                                << Pestizide                                                                         << zurück




Carbendazim ist in der EU seit 2014 als Pilzmittel verboten.
Es findet sich aber in vielen Lacken und ist in der Schweiz im Weinbau noch zugelassen.
Die Substanz ist erbgutverändernd.


Details >          weiter >>           << zurück 



Carbendazim (in der EU verboten)
Es ist ein Fungzid (Pilzschutzmittel). Es wurde nachgewiesen, dass die Keimzellen bei Tieren geschädigt werden. Carbendazim findet sich auch in Farben und Lacken, wobei inzwischen viele Hersteller aus Arbeitsschutzgründenndarauf verzichten. 

In der EU ist es seit 2014 nicht mehr zugelassen, da es mutagen (erbgutverändernd) wirkt und produktionstoxisch (unfruchtbar machend) ist und das Kind im Mutterleib schädigen kann. In der Schweiz wurde es bei Untersuchungen im Weinbau nachgewiesen und ist dort zugelassen, siehe "Pestizide im Schweizer Weinbau" ( www.greenpeace.ch).

weiter >>                                               << Pestizide                                                                      << zurück

        



Ciprodinil
Es wird im Weinbau als Fungizid gegen Botrytis (Grauschimmel) eingesetzt. In Verbindung mit Fludioxonil wird es gegen Pilze verwendet. Seine Wirkung ist neurotoxisch. Es ist sehr giftig für Wasserorganismen.

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

 
 
 



Dicamba
In den letzten Jahren haben Unkräuter Resistenzen auf Glyphosat entwickelt. Deshalb wird jetzt vermehrt Dicamba hergestellt, z. B. von Monsanto, BASF und DowDuPont. Von dem Herbizid verschont bleibt dicambaresistentes, gentechnisch verändertes Saatgut – z. B. „XTend“ von Monsanto. Da Dicamba leicht flüchtig ist, vernichtet es Pflanzen aus nicht entsprechend gentechnisch veränderten Saaten auf den benachbarten Feldern. Dies führte in den USA zu einer massiven Beschwerdewelle von Landwirten. Monsanto hingegen wirft den Bauern vor, die Anleitung zur Anwendung des Herbizids nicht richtig zu befolgen.

In den USA besteht nahezu die Hälfte des eingesetzten Saatgutes für Sojabohnen aus gentechnisch veränderten Diacamba tolerierenden Saaten. Dicamba wird seit 1965 hergestellt.

Teratogene, karzinogene oder mutagene Effekte sind bei Dicamba bisher nicht bekannt, aber Dicamba ist bienengefährlich.
Hohe Dosen von über 25 mg/kg/Tag führen bei Ratten und Mäusen zu Veränderungen des Lebergewebes und zu einer Gewichtsabnahme.

 

weiter >>                                                           << Pestizide                                                            << zurück

 
 
 


Dimethoat ist ein Insektizid und
wahrscheinlich krebserregend, es ist im Anbau von Trauben in Deutschland und generell in Frankreich verboten. 2016 wurden vom Sächsischen Landesamt für Umwelt trotzdem in mehreren sächsischen Weinkellereien
kontaminierte Trauben nachgewiesen.

 

Details >              weiter >>           << zurück 



Dimethoat

Ein Insektizid, das nervengiftig und wahrscheinlich krebserregend wirkt. Beim Anbau von Trauben ist Dimethoat verboten. Jedoch wurden 2016 vom Sächsischen Landesamt für Umwelt in mehreren sächsischen Weinkellereien kontaminierte Trauben nachgewiesen.

Dimethoat wird im Obst und Gemüseanbau gegen Fruchtfliegen eingesetzt, besonders häufig bei Kirschen und hat dafür eine Notfallzulassung: Es darf nur bei Starkbefall nach Warndienstaufruf eingesetzt werden.

Das Schweizer Amt für Verbraucherschutz fand bei einer Untersuchung von Kirschen auf  Dimethoat diese Substanz in 13 von 16 Proben (Eric Breitinger in Saldo Nr. 9.14.5.14). Alternativen sind Netze oder teurere Insektizide. Der Wirkgrad gegen die Fruchtfliegen im Weinbau ist sogar umstritten, wenn die Abstände zur Ernte eingehalten werden. Rückstandsbedingte Auflagen 28 Tage vor der Ernte, somit verminderte Wirkung. Inzwischen für Weinreben verboten. In Frankreich am 1.2.2016 generell aufgehobene Zulassung als Pflanzenschutzmittel. 

Nach Einschätzung der EU-Lebensmittelbehörde EFSA (European Food Safety Authority) kann die Substanz schädlich für Menschen sein. US-amerikanische Wissenschaftler haben Hinweise für ein Krebsrisiko gefunden. (Süddeutsche Zeitung, Magazin, 13.04.2016). Trotzdem wurde die Substanz zuletzt 2016 bei sechs von 48 kontrollierten Winzern- mit mehr als zehn Hektolitern Jahresproduktion - in sächsischem Wein nachgewiesen. Die Entsorgung von Dimethoat musste dem Landrat nachgewiesen werden (Sächsische Zeitung SZ-Online, 24.05.2016 und SZ-Online, 21.06.2016). Nach  SZ-Informationen sei die Winzergenossenschaft Meißen mit mehreren 100.000 Litern betroffen gewesen. 

Der Verdacht liegt nahe, dass nicht nur einzelne Winzer die Substanz weiterhin einzusetzen versuchen. Auf der Dresdner Abwassertagung 2017 wurde Dimethoat unter 53 relevanten Substanzen für das Mikromodell „Stoffe im Fluss“ aufgezählt. (Dat-2017, Umgang mit Mikroschadstoffen in Sachsen).

Dimethoat inaktiviert beim Menschen das Enzym Acetylcholinesterase und führt damit zu einer Überflutung von Acetylcholin. Die Symptome sind muskarinartige Effekte mit Spastik der Darmmuskelatur (Bauchkrämpfe) und der Bronchien (Luftnot, Asthma) und Stimulation der sekretorischen Drüsen (Schwitzen). Die präganglionäre  Nervenendplatte wird stimuliert, Katecholamine werden freigesetzt, das heißt, es kommt zu Anstieg des Blutdruckes, zu Herzrasen und Vibrieren der Muskeln. Tierversuche zeigen, dass die Substanz möglicherweise fruchtbarkeits- und entwicklungsschädigend wirken kann. (Chemical Book.com, Dimethoat (ISO) Produkt Beschreibung).

weiter >>                                                           << Pestizide                                                            << zurück

 
 
 



2,4-Dichlorphenoxyessigsäure
Das Unkrautvernichtungsmittel ist aus dem Vietnamkrieg als eines der Bestandteile des Entlaubungsmittels Agent Orange bekannt. 2016 wurde 2,4-D ohne Überarbeitung der Risikobewertung weiter in Europa zugelassen, in Gruppe 2 B.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat die Substanz als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft.
Es werden Verbindungen mit Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL/Lymphknotenkrebs) und Sarkomen (Weichteilkrebs) hergestellt, die nicht bewiesen sind. Epidemiologische Studien fanden keinen Zusammenhang mit Verwendung dieser Substanz.

Es gibt aber Daten zur Induktion von oxidativem Stress beim Menschen und einer gewissen immunsuppressiven Wirkung – veröffentlicht in „The Lancet Oncology“/Volume 113.

Die Substanz ist seit 1990 in verschiedenen Kombinationsprodukten mit weiteren Herbiziden zu finden.
Die Wirkung auf Pflanzen ist perfide. Sie wirkt wie das Pflanzenhormon Auxin und lässt die Pflanze wachsen. Anders als Auxin kann die Pflanze 2,4-D nicht abbauen und der ununterbrochene Wachstumsreiz führt über Speicherstoffmangel zum Tod der Pflanze. Dikotyle (zweikeimblättrige Pflanzen) können die Substanz über die äußere Schutzhaut aufnehmen. Zu den dikotylen Pflanzen zählen die meisten Unkräuter, aber auch Sonnenblumen, Platterbsen und andere. Monokotyle (einkeimblättrige Pflanzen) wie Zwiebeln, Getreide und Mais nehmen 2,4-D nicht über die oberirdischen Pflanzenteile auf – bei stärkerer Kontamination jedoch über die Wurzeln.


weiter >>                                                           << Pestizide                                                            << zurück

        



Fenhexamid
Ein Pilzmittel, das gegen Grauschimmel (Botrytis cinerea) eingesetzt wird. Wird das Mittel erst spät auf Weinreben aufgebracht, kann dies zu einer neurotoxischen Wirkung führen. Bisher gibt es keine Angaben über Giftigkeit bei der Aufnahme von Rückständen. 

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

        


 

Fenpropidin
Fungizid. Im EU Sicherheitsdatenblatt wird es eingeordnet unter: "Reproduktionstoxisch Kategorie II". Es kann  vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

        


 

Fludioxonil
Ein Fungizid, das sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung ist.

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

        


 

Fluopyram
Ein Fungizid, das vor allem eine krebserzeugende Wirkung hat.

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

   
       


Glyphosat ist das meist verwendete Herbizid weltweit, es wird im deutschen Weinbau flächendeckend eingesetzt. Der 
US-Konzern Monsanto verwendet Glyphosat im weltweit meistverwendeten Unkrautvernichter „Roundup“. Man erkennt seine Anwendung an den typisch braunen Flächen, die besprühten Unkräuter zwischen den Reben sterben durch Unterbrechung der Stickstoffzufuhr ab.

In Tierstudienmit Mäusen ist durch Glyphosat ein erhöhtes Auftreten von Krebs beobachtet worden.
2017 hat die EU die Zulassung von Glyphosat nach Zustimmung von Deutschland verlängert.

Im Januar 2018 ist Glyphosat Thema in den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU.

 

Details >            weiter >>               << zurück 




Glyphosat

Es ist das am meisten verwendete Herbizid weltweit. Es wird im deutschen Weinanbau flächendeckend verwendet. In den USA fand man Glyphosat bei 100 Prozent der konventionell hergestellten Weine.
Der weltweite Jahresverbrauch lag 2014 bei ca. 825.000 Tonnen.

Der US Konzern Monsanto verwendet Glyphosat bei der Herstellung des weltweit am meisten verwendeten  Unkrautvernichters Roundup. Man erkennt die Anwendung an den typischen braunen Flächen. Die besprühten Unkräuter zwischen den Reben sterben durch eine Unterbrechung der Stickstoffaufnahme ab. Inzwischen ist das Patent von Monsanto auf die Substanz abgelaufen und die Hälfte der Verkaufsmenge kommt aus China. 

Die Wechselwirkung der zunehmend verschiedenen Pilz- und Mykotoxine ist bisher kaum bekannt. Der nahezu  flächendeckende und weltweite Einsatz von Glyphosphat wird bisher nur von einzelnen Wissenschaftlern in Zusammenhang gebracht mit dem zunehmenden Befall von Getreidepflanzen durch Fusarien. 

In einer Veröffentlichung von Netzfrauen "Alarmierend - Glyphosat im Wein" ergab der Urintest bei einer vegan und ökologisch lebenden Netzfrau 0,44 Mikrogramm Glyphosat im Urin.

Am 18. August 2017 antwortete ECHA (Europäische Chemikalienagentur) auf den von Dr. Peter Clausing von PAN Germany verfassten Glyphosatbericht, aber ohne auf dessen Kritik einzugehen. In diesem Bericht wies noch einmal auf das erhöhte Auftreten von Lymphomen (Krebs der Lymphe) und Nierenkrebs bei Gyphosatkontamination hin, das in Tierstudien mit Mäusen beobachtet werden konnte. Man geht dabei von erhöhtem oxidativen Stress bei den Tieren aus. Hinzuzufügen ist noch, dass das Ungleichgewicht erhöhter Sauerstoffbindungen zu einer Proteinoxidation mit Schädigung der DNA führen könnte. Bei Alzheimer, Parkinson und Amyotropher Lateralsklerose wird derzeit an Zusammenhängen mit oxidativen Stress geforscht.

Im Juni 2016 hatte die EU die Zulassung der Substanz um anderthalb Jahre verlängert und im Herbst 2017 - anders als vorhergesehen - sogar um weitere fünf Jahre. Die SPD-Politikerin Barbara Hendricks, deutsche  Bundesumwelt-ministerin, war strikt gegen eine neuerliche Verlängerung, da die Schäden durch Glyphosat für die Tier- und Pflanzen-welt übersehen würden. Der CDU-Politiker und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stimmte unerwarteterweise für eine Zulassungsverlängerung der umstrittenen Substanz. 2017 hat die EU die Zulassung von Glyphosat nach Zustimmung von Deutschland verlängert. Im Januar 2018 war Glyphosat Thema in den  Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU.

Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC, International Agency for Research on Cancer) stuft Glyphosat beim Menschen als möglich krebserregende Substanz ein. Dass die Substanz bei Tieren krebserregend wirkt, ist eindeutig bewiesen. Der gemeinsame Ausschuss der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und der FAO (Welt-Ernährungsorganisation) haben ein Gutachten vorgelegt, in dem mitgeteilt wird, dass Glyphosat im Alltag wahrscheinlich nicht krebserregend ist. Aber es stellt ein Problem für die Artenvielfalt dar, in der Landwirtschaft weiter
Glyphosat einzusetzen.

 weiter >>                                                               << Pestizide                                                                              << zurück

        


 

Iprovalicarb
Ein Fungizid, das vermutlich Krebs erzeugen kann. Allergische Reaktionen bei Hautkontakt sind möglich.

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

        


 

Mandipropamid
Ein Fungizid, das seit 2013 auch in der EU zugelassen ist und gegen falschen Mehltau eingesetzt wird. Es findet sich in Blättern und Trauben. Die Kennzeichnung erfolgt unter RX040: „Verdacht auf krebserzeugende Wirkung“, so im Zulassungsbericht für das Pflanzenschutzmittel Pergado, das diesen Wirkstoff enthält.

weiter >>                                                 << Pestizide                                                 << zurück

   

      


Spinoasad ist in Insektizid besonders gegen die Kirschessigfliege. Es ist nervengiftig und bienengefährlich und kann Rückstände verursachen.
Spinosad ist zur Läusebekämpfung bei Kindern ab 4 Jahren zugelassen, bisher sind keine Personenschäden bekannt. Es ist teilweise im ökologischen Landbau zugelassen.

Details >           weiter >>           << zurück

 

 

Spinosad

Ein Insektizid, das aus dem Bodenbakterium Saccaropolyspora gewonnen wird. Man setzt es unter anderem gegen Raupen und zur Bekämpfung der aus Südostasien stammenden Kirschessigfliege ein, die sich in den letzten Jahren in Deutschland zunehmend ausbreitet. Spinosad ist neurotoxisch (nervengiftig) für die Schädlinge, es führt zur Lähmung nach Fraßaktivität. Spinosad ist aber auch bienengefährlich und kann Rückstände verursachen.

Es darf aber teilweise im ökologischen Landbau verwendet werden. Spinosad ist zur Läusebehandlung bei Kindern ab vier Jahren von der amerikanischen Gesundheitsbehörde zugelassen. Bisher sind wohl noch keine Personenschäden aufgetreten. Für Studien sind auch Kinder ab sechs Monaten damit behandelt worden. Da das Produkt aber giftigen Benzylalkohol enthielt, bekam es keine Zulassung für Kleinstkinder in den USA.
Bei verschiedenen Biolabels wie Naturland und Bioland ist der Einsatz Spinosads von einer Genehmigung abhängig und wird im Einzelfallverfahren entschieden.

Der Wirkstoff scheint für Menschen und Säugetiere nicht giftig zu sein. Wobei biologische  Spritzmittel nicht weniger giftig als chemische sein müssen. Spinosad ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der minderen akuten Giftigkeitsstufe III zugeordnet. Das Biomittel Rotenon findet man beispielsweise unter der Stufe II. Manche Winzer setzen Spinosad mit versetztem Honigtau ein, um bis zu 40 Prozent des Mittels einzusparen.

weiter >>                                                    << Pestizide                                              << zurück

        



Tebufenozid
Ein Insektizid, das gegen Schmetterlinge und Fruchtschalenwickler eingesetzt wird. Es ist für Wasserorganismen giftig.

weiter >>                                                     << Pestizide                                                        << zurück




Resümee

 

Details >                                  << zurück 



Wenn man die Seite Fachmeldungen im Bereich Pflanzenschutzmittel des Bundesamtes für Verbraucherschutz öffnet 
(www.bvlbund/DE/O4-Pflanzenschutzmittel/06-Fachmeldungen/ Pamela-Fachmeldungen-Node.html, findet man jeden Monat mehrere Widerrufe, aber auch Zulassungen von  Pflanzenschutzmitteln.

So wurden zwischen dem 1.1.2017 und dem 6.10.2017 allein sieben Zulassungen eingeschränkt oder widerrufen. Ein paar Beispiele zur Verdeutlichung: Am 28.9.17 erfolgte der Widerruf der Zulassung Bayfidan an Porree. Am 26.9.17 wurde das Pflanzenschutzmittel Morsuvin zugelassen, am 28.7.17 die Zulassung Brazzos widerrufen. Am 29.6.17 ruhte die Zulassung von Ortiva hinsichtlich einer Anwendung an Kohlrabi im Gewächshaus, am 22.5.17 wurde der Rückstandshöchstgehalt für den Wirkstoff Ethofumesat im Kümmel herabgesetzt, am 30.5.17 die Zulassung von Primax und Kalypso an Kohlrabi, am 18.1.17 die Zulassung von Vondag DG widerrufen. Diese offizielle Liste zeigt deutliche Aktivitäten des Bundesamtes.

Meine Verunsicherung in Bezug auf die Grenzen der Kontrollen wächst aufgrund der vermuteten Vielzahl von (noch) zu überprüfenden Pflanzenschutzmitteln. Die Industrie sorgt ja weiter für eine steigende Anzahl zugelassener Pestizide und das nicht nur in der EU, sondern weltweit.

Jeder kann im Internet den vom Bundesamt für Verbraucherschutz veröffentlichten Bericht (2017 für 2015) zum Thema „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln" aufrufen. Darin wird über 18.164 kontrollierte Lebensmittel berichtet. Laut dieses Berichtes waren 63 Prozent der Proben mit Pflanzenschutzmittel-rückständen detektiert. Davon zeigten 2,1 Prozent Rückstände, die über den zulässigen Grenzen lagen. Keine Überschreitung der Höchstgrenzen fanden sich bei Bananen, Kartoffeln, Karotten, Zitronen. Bei Tafeltrauben fand man bei einem Prozent der Proben Rückstände, die über dem zulässigen Höchstgehalt langen. Bei Mangos und Mandarinen waren es 1,4 Prozent, bei Paprika 2,3 Prozent, bei frischen Kräutern 3,5 Prozent, bei Tee 3,9 Prozent, bei Bohnen mit Hülsen 4,7 Prozent.

Ein Zurück zu einer nachhaltigen biologischen Landwirtschaft, wie es sie vor 150 Jahren gab, wird vermutlich nicht der Weg sein. Die Vermeidung von Pestiziden und anderen potentiellen Giften in der Lebensmittelherstellung ist dennoch eine wichtige Aufgabe und sollte dringend angegangen werden. Die Winzer aus dem deutschsprachigen Raum, die bereits auf einen biologischen Weinanbau umgestellt haben, sind hierbei überraschend Vorreiter. Ihre Weine bleiben für die Zielgruppe erschwinglich und werden ab einem bestimmten Qualitätsniveau sogar preisähnlich zu den konventionell hergestellten Weinen angeboten. Leider sind die Preise bei den  Grundnahrungsmitteln biologisch produzierter Ware noch immer 50 bis 300 Prozent höher als für die aus herkömmlicher Landwirtschaft. In den letzten Jahren führte jedoch die steigende Nachfrage zum Wachstum des Biosegments in Supermärkten und Discountern, mit teilweise sinkenden Preisen für die meist auch noch schmackhaftere Bioware.

Eine Umstellung der Ernährung auf mehr Bio ist in jedem Fall nachhaltiger, schmackhafter und sehr wahrscheinlich auch gesünder. Aber ebenso nachhaltig und budgetstabilisierend ist es, sich nicht immer das neueste Handy-Modell oder alle vier Jahre ein neues Auto zu kaufen und einfach mal die eine oder andere Fernreise auszulassen. Ist schwer, soll auch nur eine Anregung sein.

                                                                                                                                               << zurück